DTV-Informations-Politik – Informed Consent als Leitbild im Tanzsport

01.06.2012 – Aus Anlass des Vereinsrundbriefs des heute, möchte ich nochmals meine eigene und 10 Tage alte Stellungnahme im Deutschen Tänzerforum (nachfolgend „Forum“) hier im Wesentlichen wiedergeben:

Deutsches Tänzerforum (geschlossene Facebook-Gruppe)

Deutsches Tänzerforum (geschlossene Facebook-Gruppe)

Was mich stört

… ist, dass ich vor diesem Forum keine klaren und kritischen Stimmen über die Beitragserhöhungen des DTV lesen konnte. Aber für meinen Blog bin ich viel online unterwegs und wenn ich da die kritischen Stimmen nicht mitbekommen habe, dann sind sie sehr dünn gesät … und wo bitte?

Informations-Bild der Landes--Verbände

Und ja, ich habe nicht alle Webseiten abgeklappert und alle Verbandstage besucht. Doch das Bild über die Landesverbände und DTV-Seite hinweg ist:

  • Das ist m. E. keine ausgewogene Information.
  • Auch eine „innerverbandliche Meinungsbildung“ stelle ich mir anders vor: Pro und Contra eben. Natürlich beiße ich auch hier im Forum manchmal in die Tischkante. Aber ich lerne hier auch.
  • Jetzt habe ich Mitteilungen von schockierten Vereinen, fragenden Mitgliedern, etc. Auch diese haben nicht gemerkt, was da auf sie zukommt. Was soll denn ein kleiner oder mittlerer Verein machen, der ein paar Hunderter mehr hinblättern soll?

Dass, was hier praktiziert worden war, ist für mich keine ausreichende Informationspolitik im Verband. Nein, das ist „Setzen, 6!“

  • Hier im Forum ging es zunächst um Sperren im WDSF. Als wir zur Diskussion – (… hier um eine Namensnennung u. a. aus Datenschutzgründen gekürzt …) – wurden wir allein auf den Verbandstag verwiesen, (…).

Die Antragsfrist zum Verbandstag war aber abgelaufen. Ja Pech für uns, wenn wir das WDSF-Thema auch im DTV hätten diskutieren und entscheiden wollen.

Und nun? Die Anträge für die Beitragsänderungen stehen doch auch schon. Jetzt werden dann die Vollmachten abgefragt und es sollen sich jetzt Meinungen bilden.

Mitgestalten? Fehlanzeige!

Warum Information nicht zu der Zeit, wo noch Alternativ-Anträge möglich waren? Was bleibt von den Beteuerungen, dass die Präsidialen (und mindestens von dreien kenne ich den Ausspruch) ein „Ohr an der Basis“ hätten?

Plötzlich stellen immer mehr Vereinsvorsitzende, Ehrenamtliche und Tänzer und Tänzerinnen fest, dass Vorgänge ganz ohne sie ablaufen und ihre Interessen vllt gar nicht optimal wahrgenommen werden. Man hat vertraut und war nicht informiert. Man will vertrauen, aber kann jetzt „nichts“ mehr ändern. Nur noch „ja“ oder „nein“ sagen ist jetzt möglich. Mitgestalten? Fehlanzeige!

Meinungsbildung im DTV

Überspritzt? Nun, ja. Es ist kein Geheimnis, dass eine unterschiedliche Möglichkeit im DTV besteht, Meinungen zu (über Verbands-Webseiten, Tanzspiegel, etc.) verbreiten. Also ich finde, das Verhalten dieser Repräsentanten und Medien-Multiplikatoren im Verband lädt nicht zur Teilnahme an innerverbandlicher Demokratie ein. Mündige Bürger/innen werden durch eine derartige Terminplanung und Informations-„Politik“ abgeschreckt. Wenn dann noch diese Zahlenspielchen mit Stimmpaketen und „automatischer Stimmenübertragung“ dazukommt: Was ist das für ein Bild von Mitbestimmung, dass da im Verband gelebt wird?

Ein „informed consent“ als Leitbild ist das mit Sicherheit nicht.

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