profitanzsport.de: Heftige Kritik an RTL-Show Let’s dance
Die RTL-Show “Lets dance” ist mit der 3. Staffel nun auf heftige KRitik gestoßen. Zuviel sei von den Pannenshows und dem Dschungscamp übernommen worden. Damit stehe nicht mehr der Tanz bzw. Tanzsport im Vordergrund, sondern die negativen Seiten des Tanztrainings. Die Kritik wurde bereits am 08. Mai 2010 in der Form auf profitanzsport.de veröffentlicht …
Die RTL-Tanzshow: 3. Staffel von Let’s dance
News: Diese Rückschau auf die bisherigen Sendungen der dritten Staffel „Let’s dance“ steht nicht auf einer Seite „Fernsehen“ einer Tageszeitung, sondern auf den Newsseiten der Homepage des Deutschen Professional Tanzsportverbandes. Unter diesem Aspekt ist sie geschrieben.
Der deutsche Tanzsport hatte, als vor Jahren die erste Staffel angekündigt wurde, die Hoffnung, dass sich eine solche Sendung für den Tanzsport günstig auswirken werde. Man hat damals erwartet, dass den Zuschauern der Eindruck vermittelt werde: Tanzen ist schön, Tanzen macht Freude, gutes Tanzen ist gar nicht so schwer, man kann es erlernen oder verbessern. Daraus kann sich zum einen für die Tanzschulen ein Nachfrageschub ergeben, zum anderen kann das zu einem Interesse an einer Mitgliedschaft in einem DTV-Tanzclub führen. Das kann aber, sozusagen zeitversetzt, auch für den DPV positive Auswirkungen haben, denn seit langer Zeit kommen seine Paare fast ausnahmslos aus dem Amateurlager, Amateurpaare sind sozusagen auch potentielle Profipaare.
Dass bei diesem Konzept der Sendung (einer, der tanzen kann, bringt einem, der es praktisch nicht kann, in einigen Wochen ein ordentliches Tanzen bei) an die dann erreichten Leistungen nicht die Maßstäbe des Tanzsports angelegt werden können, dass „Bierernst“ nicht gefragt ist, dass auch die pure Unterhaltung zu ihrem Recht kommen muss, all dies hat man vor dem Hintergrund der geschilderten positiven Erwartungen ins Kalkül einbezogen und hingenommen. (…)
Das war jetzt anders. Nicht bei den Paaren: An den Tänzern gibt es nichts auszusetzen. Sie haben alle (Promis wie Tanzexperten) einen sympathischen Eindruck hinterlassen, jeder auf seine Weise, aber keiner ließ den Zuschauer auf den Gedanken kommen, den Kanal zu wechseln oder das Fernsehgerät auszuschalten.
Aber vieles anderes war wenig erbaulich: Neu war beispielsweise die Manie, auf den negativen Seiten herumzureiten, die das Tanztraining haben kann. Es mag ja dem Zeitgeist oder besser Zeitungeist entsprechen, sich beispielsweise bei der „Superpannenshow“ an Amateurvideos zu erfreuen, in denen sich Kleinkinder mit dem Dreirad um ein Haar den Hals brechen, oder sich bei der Dschungelsendung daran zu ergötzen, wie sich andere dazu bringen lassen, gegen Entgelt Madenwürmer zu verspeisen (alles RTL-Produkte übrigens). Bei Let’s dance aber nicht nur den Verdruss und die Spannungen beim gemeinsamen Training, sondern auch den fast schon bevorstehenden körperlichen Zusammenbruch, die Verletzungen, die Notwendigkeit ärztlicher Behandlung in den Vordergrund zu stellen, das ist im Sinne der ursprünglichen Hoffnungen, die der Tanzsport mit diesem „Format“ verbunden hat, gewiss kontraproduktiv. (…)
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Quelle
Datum: 08.05.2010

