Artikel-Schlagworte: „Methodik“

Grundregeln im Tanzsport-Training: Gruppen von Regeln

Die logische Regel; Bild+Idee: Exner

Die logische Regel; Bild+Idee: Exner

In dem ersten Beitrag „Regeln im Tanzsport-Training: Weniger ist mehr!“ vom 25.10.2011, habe ich mich für eine klares Regelverständnis und eine Begrenzung der Vermittlung von Regeln im Tanzsport-Training ausgesprochen. Beginnen wir für die Interessierten daher mit dem Regelverständnis.

[ Wer später erst bei der Anwendung der erzielten Erkenntnisse für Trainer, Tänzer und Wertungsrichter der Darstellung folgt, wird wahrscheinlich hierher verwiesen. Ist aber kein Problem, denn die moderne Technik hat Euch wohl per Hyperlink hierher geführt. ,-) ]

I. Regeln für das Tanzsport-Training

Wenn im Tanzsport-Training Grundregeln vermittelt werden sollen, so ist schnell die Frage bei der Hand: Was sind Regeln überhaupt? oder einfacher: Was soll ich tun? Die genaue Bestimmung von Regeln hilft, diese Regeln von weiteren bzw. anderen Informationen abzugrenzen. Auch die weiteren Informationen (z. B. Kleidung, Schminke, Auftreten, Ernährung, etc.) werden ein Tänzer und eine Tänzerin brauchen und beim Training oder für Turniere auf lange Sicht verwenden können. Für die Erreichung der selbstgesetzten Ziele werden sie diese weitere Information vllt sogar verwenden müssen.

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Tanzen ist … wie spazieren gehen?

Training, Sprache, Rhetorik: Ein Spruch hat mich begleitet, seit ich in der Tanzschule angefangen habe. Ich habe ihn von Tanzlehrern, in Tanzkreisen gehört und von Trainer/innen – zum Teil hochrangig und erfolgreich, zum Teil weniger – an’s Herz gelegt bekommen:

Tanzen ist wie spazieren gehen. Tanzen soll natürlich aussehen, also ist auch die Bewegung im Tanzen, wie ein normales Spazierengehen.

Trotz der vielen Hinweise blieb immer ein Stück Skepsis bei mir übrig. Es tut mir leid, heute steh’ ich hier und kann nicht anders: Ich glaube das dieser Vergleich mehr verschleiert als erklärt!

Zudem kann dieses Beispiels lehren für Erklärungen im Tanzsport-Training. Es lassen sich Defizite bei der Klarheit der Erklärungen, der verwendeten Sprache und die fehlende Berücksichtigung des Empfänger-Horizontes erklären. Angesichts der komplexen Bewegungsabläufe im Tanzsport also eine Frage, wozu ein solcher Vergleich dient oder dienen könnte.

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Tanzsport-Methodik: Dynamik und Energie (Handout Manfred Orth)

Manfred Orth: Bewegungsthemen (n. Laban)

Manfred Orth: Bewegungsthemen (n. Laban) PDF

Das diesjährige Thema der Tanzsport-Methodik des DTV ist „Dynamik & Energie“. Es hat eine Weile gedauert, bis dieses Thema auch eine theoretische Dokumentation gefunden hat und diese online veröffentlicht wurde. Nach einer Schulung der Tanzsport-Trainer-Vereinigung (TSTV e.V.) durch Manfred Orth, ist dankenswerter Weise sein Handout veröffentlicht worden.

< Bild: „Bewegungthemen Dynamik und Energie (n. Laban)“; aus: TSTV e.V. – Sommer-Kongress , Bad Kissingen 2011, Dynamik und Energie, Handout (S. 14) © Manfred Orth (Diplomtrainer), Franz-von-Stuck-Straße 2; 94086 Bad Griesbach >

Bewegungsarten – Eine Systematik

Die Bewegungsarten können nach Laban – und dem folgend M. Orth – wie folgt untergliedert werden:

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Der Tanzsport-Trainer als Coach

Es hat sich im Sport eine eigene Fachrichtung des „Coaches“ bzw. des „Coaching“ herausgebildet. Dabei bedeutet der englische Begriff zunächst nichts anderes als „Trainer“. Tatsächlich gibt es zwischenzeitlich jedoch Ansätze, die Funktionen der fachlichen Vermittlung und der Begegnung auf Augenhöhe zu trennen.

Dies kann auch im Tanzsport sinnvoll genutzt werden: Der Tanzsport-Trainer vermittelt das Fachwissen aufgrund seiner größeren fachlichen Kompetenz und ggf. seiner tänzerischen Erfahrung (Schwerpunkt: Wissensvermittlung). Der Tanzsport-Coach vermittel dagegen Soft-Skills, also geeignete Methoden.

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Trainingswissenschaft und Tanzsport

Am 22. November wird die erste übergreifende IDSF DanceSport Academy als Workshop in Wien stattfinden. Wie hier am 4.11.2010 unter Tanzsport wird wissenschaftlich berichtet wurde, ist es dabei das Ziel, wissenschaftliche Ansätze in den Tanzsport einfließen zu lassen. Was mit einem „wissenschaftlichen Ansatz im Tanzsport“ gemeint sein könnte, wird Interessierten, ggf. auch Trainern und Tänzern nicht unmittelbar klar sein. Normale Schulungen und Workshops vermitteln Wissen. Wissenschaftlich im engeren Sinn sind diese Veranstaltungen nicht. Zur Einführung daher ein Auszug aus dem Werk „Trainingswissenschaft – Leistung, Training, Wettkampf“ von Schnabel, Harre, Krug u. Borde (Sport-Verlag, Berlin; 3. Aufl., 2003):

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Tanzsport wird wissenschaftlich

Am 22. November wird die erste übergreifende IDSF DanceSport Academy als Workshop in Wien stattfinden. Ziel ist es dabei, wissenschafltiche Ansätze in den Tanzsport einfließen zu lassen. Dies könnte ein Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung des Tanzsports als olympische Disziplin werden. Bislang hatte sich der ästhetisch orientierte Tanzsport des Trainings- und Sportwissenschaftlichen Erkenntnissen der Nachbardisziplinen eher verweigert. Nun wird auf internationaler Ebene eine neue Ära eingeleitet. (?)
Ein Blick in das Programm zeigt aber auch, dass zunächst die Bereiche Modern Dance und HipHop in den neuen Prozess eingebunden werden. Da fragen man sich für die anderen Sparten (Standard, Latein, Formationen), ob dort nicht die Anwendung derselben oder ähnlichen Prinzipien und Prozesse sinnvoll ist.

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