Artikel-Schlagworte: „Training“

Regeln im Tanzsport-Training: Weniger ist mehr!

Tanzen als geordnetes Haus; Bild+Idee: Exner

Tanzen als geordnetes Haus; Bild+Idee: Exner

Die DanceDevils haben sich angeschickt, Grundregeln des Tanzsports in ein Erfolgskonzept für ein besseres und methodisches Training einzuführen (Devils Dance Concept). Tatsächlich ist die Trainingswissenschaft in anderen Sportarten rasant weiter entwickelt worden. Nur gut, wenn nun auch im Tanzsport ein wenig Neuerungen versucht werden. Als Kern- und Angelpunkt (Neuheit) würde ich die Beschränkung auf Grundregeln in diesem Konzept sehen.

Grundregeln statt Informationsflut

Im Tanzsport wird gerne Wissen vermittelt: Die Handhaltung, Armhaltung, etwas zum geraden Stand, ein bisschen Shape, Kopfgewicht und vielleicht ein bisschen Head-Spin für die Latein-Tänzer, Fußkraft und dann jede Menge Figuren und Folgen. Ist dies abgearbeitet, kommt die Musik, Paarharmonie, Führen und Folgen, Heben und Senken, Floorkraft, Ausstrahlung und dann noch Lieblingsthemen wie Balance (meine, Deine, unsere) und Energie (in allen ihren Erscheinungsformen, bis hin zur spirituellen Erleuchtung! Ja auch das!) … und vieles andere.

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Fitness-Training im Alltag: Vom Bürostuhl zur Tanz-Haltung

Stuhl-Übungen für optimale Tanzhaltung; Bild Exner

Stuhl-Übungen für optimale Tanzhaltung; Bild Exner

Neulich hatte ich auf Turniere-tanzen.de die 4 Dreh- bzw. Rotations-Ebenen des Körpers vorgestellt, die im Tanzsport sehr häufig benutzt und ggf. auch isoliert eingesetzt werden. Zunächst ging es auch noch nicht um Neigungen, die heute aber in der Übung hinzukommen wird.

Heute also einige vertiefende praktische Übungen, die man auf einem Bürostuhl, zu Hause oder mit einem Stuhl aus dem Trainingssaal die Isolation der Drehungen der Körperebenen für die Rotation (1) und (2) die Neigung für den Tanzsport üben kann.

Alltags-Übung: Rotation

Was eine Rotation ist und worauf für die Gesundheit geachtet werden muss, wurde bereits erklärt und kann nun vertieft werden: Es ist die Drehung der Schulterebene um die Körperachse (im Bild Nr. 1 bzw. gelb hervorgehoben) bei festem Halt im Becken* (im Bild Nr. 3 bzw. rot hervorgehoben).

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Alltags-Training Tanz-Haltung

Tanz-Haltung & Korrekturen; Bild: Exner

Tanz-Haltung & Korrekturen; Bild: Exner

Für gutes und harmonisches Tanzen ist eine gute Tanz-Haltung eine Voraussetzung: Nur wer eine gute Grundhaltung hat, kann im Oberkörper frei rotieren, sein Becken leicht drehen und wirkt optisch weder abgeknickt noch verkrampft. Der moderne Alltag – für viele eine Tätigkeit im Büro, an Maschinen bzw. an Computern – erschwert jedoch eine gute Haltung. Zahlreiche Muskeln des Körpers neigen daher zur Verkürzung oder Überdehnung. Wer im Alltag seine Haltung und Fitness für das Tanzen trainiert, führt einen gesunden Ausgleich herbei.

Hier eine Anleitung, worauf ihr als Tänzer und Tänzerinnen auch im Alltag bei eurer Haltung und Fitness immer wieder achten könnt („Alltags-Training“). Die aufrechte und gute Haltung kann nämlich fast immer und überall bewusst gemacht, ein wenig korrigiert und so ein auch „trainiert“ werden.

I. Oberkörper- und Kopf-Haltung

  1. Kopf aus der Wirbelsäule heraus nach oben strecken (Fehlerfinder: Kein Kinn hoch)
  2. Die Rückenwirbelsäule im Brustbereich gerade und nach innen … gleichzeitig:
  3. Die Schulterblätter durch einen Muskeltonus nach unten/hinten bewegen … was zugleich bewirkt …
  4. dass sich der Brustkorb leicht hebt und stabil vor der Wirbelsäule und dem Becken getragen wird.

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Video-Interview: Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler – „unser WM-Training“

Hier ein Video mit Benedetto Ferruggia / Claudia Köhler aus Petersburg, die einen Eindruck in Ihr Training, den eigenen Anspruch an ihr Tanzen und ihr Weltmeisterschafts-Vorbereitungen geben. Den Grand Slam hatten die beiden als bestes Paar von 152 Paaren am Start souverän gewonnen. (Ergebnisse unten)

Hochgeladen von DanceSportTotal am 04.10.2011

Helmut Roland interviews the winners of the 2011 Grand Slam Standard St. Petersburg: Benedetto Ferruggia and Claudia Köhler, GER

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Dance-Devils: Regel No. 1 – Die Körperachse (Workshop mit Pia David)

Körperachse + 4-Dreh-Ebenen; Bild: Exner

Körperachse + 4-Dreh-Ebenen; Bild: Exner

Natürlich habe ich am 09.10. als Presse- und Öffentlichkeitsreferent der Dance-Devils auch an der ersten Einheit des Devils Dance Concept (DDC) mit der fünffachen Deutschen Meisterin Pia David teilgenommen. Dabei war ich aber auch als Tänzer auf der Tanzfläche zu Gast beim VFL Pinneberg und habe selbst mit trainiert. Hier einige persönliche Eindrücke (neben dem offiziellen Bericht bei den DanceDevils).

Devils Dance Concept: Die Regel No. 1

Ganz im Fokus der Betrachtungen stand bei der ersten Trainings-Einheit die erste Regel. Schließlich war angekündigt worden ein tänzerisches Erfolgskonzept zu vermitteln. Und das sollte aus der Kombination von Grundregeln einerseits und Konzentration auf ein Hauptthema (Fokus) funktionieren. Und der Fokus wurde dann von Pia David auch ganz klar auf unsere Körperachse und die Bewegung dieser Körperachse gelenkt.

DDC Regel 1: Erfolgreiches und harmonisches Tanzen als Bewegung des Körpers zur Musik setzt den bewussten Transport und Einsatz der Körperachse durch jeden Tänzer und jede Tänzerin voraus.

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Geschlossene Tanz-Haltung: Ziehen – halten – drücken?

Tanz-Haltung: halten oder ziehen? Abb. Exner

Die richtige Tanz-Haltung: halten oder ziehen? Abb. Exner

Für Anfänger und Top-Paare ist die Arbeit an der Haltung und Top-Linie gleichermaßen ein wichtiges Thema. Dies gilt hauptsächlich im Standard. Es gilt aber auch in den Latein-Tänzen, wenngleich dort durch die Vielzahl der offenen Positionen und die andere Balance-Beziehung im Paar dem Thema nicht die gleiche Bedeutung zukommt.

Hier soll es ausschließlich um den rechten Arm des Herren und die linke Seite der Dame gehen. Das Ziel ist es, einen konstanten Rahmen und eine gewisse Flexibilität für eine harmonische Bewegung in Einklang zu bringen.

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< Bild: Der konstante Rahmen ohne Zug aber mit einer konstanten Kraft zwischen den Partnern veranschaulicht durch einen gelben Ball. Abb.: Exner

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Unterschiede und Auffassungen

Selbst bin ich im Training und bei Trainern auf sehr unterschiedliche Auffassungen gestoßen: So werden zuweilen Stabilität und Druck verlangt, andere sehen lieber eine leicht-zarte Berührung (Tuchfühlung) als optimal an und wollen sogar Führung über die Augen.

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