Tanzsport: Mut-Bürger im Tanzfrack

Der Bundespräsident hat eine Rede Joachim Gauck über die „Mut-Bürger in Uniform“ vor der Führungsakademie der Bundeswehr gehalten. Und wieviel Mut-Bürger gibt es zur Zeit im ? Bei Sperren, zur Unabhängigkeit der Wertungsrichter, der „Amtsenthebung“ des Aktivensprechers beim ?

Gern hätte ich das nachfolgende Zitat bearbeitet und einfach das Wort Bundeswehr automatisch durch das Wort Tanzsport ersetzt. Doch dann wären einige Aussagen richtig geblieben, andere in ein blankes Gegenteil verkehrt worden. Zudem gibt es viele weitere Signalwörter (Soldaten und Soldatinnen, Führungsakademie, Standorte, Wehrpflicht, usw., die eine „Umsetzung“ in den Tanzsport erforderlich gemacht hätten.)

Mut-Bürger im Tanzsport – Do It Yourself!

So habe ich mich entschieden den Absatz unverändert aus Spiegel-Online zu zitieren. Möge jede(r) Tänzer oder Tänzerin, Verein, Verband (, DPV, WDSF, WDC) oder jede Projektgruppe oder AG sich in dem Zitat als Mut-Bürger wieder finden und auch eine geeignete Idee für die „Zukunft Tanzsport“.

Spiegel-Online_Gauck-Rede_Mutbuerger

Spiegel-Online: Gauck-Rede "Mutbuerger ..."

Gaucks Rede im Wortlaut „Mut-Bürger in Uniform“

Joachim Gauck hat bei einer Ansprache bei der Führungsakademie der Bundeswehr mehr Offenheit für Auslandseinsätze gefordert. Die Rede des Bundespräsidenten im Wortlaut:

(…) Und so ist für mich die Bundeswehr Teil des „Demokratiewunders“, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Westen vollzogen hat – und vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten dann auch im Osten unseres Landes.

Ich denke daran, wie in den Jahren nach 1990 die Bundeswehr eine „Armee der Einheit“ wurde – und aus Soldaten, die einst vielleicht aufeinander hätten schießen müssen, Kameraden. (…)

Liebe Soldatinnen und Soldaten, Sie schützen und verteidigen, was uns am wichtigsten ist, auch über die Grenzen unseres Landes hinaus: Freiheit und Sicherheit, Menschenwürde und das Recht jedes Einzelnen auf Unversehrtheit. Sie handeln im Auftrag einer freiheitlichen Demokratie. Sie sind als „Staatsbürger in Uniform“ Teil dieser Gesellschaft, Sie stehen mit Ihrem Dienst für diese Gesellschaft ein.

Diese Gesellschaft hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewandelt, und damit auch die Bundeswehr. Ich nenne nur ein paar Stichworte: zunehmende finanzielle Zwänge, Reformen, technische Neuerungen, Schließung von Standorten; die vollständige Öffnung der Bundeswehr für Frauen und, erst kürzlich, der Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht, gemeinsame Auslandseinsätze mit verbündeten Nationen und neue Arten von Bedrohungen und Kriegen.

Vieles haben Sie gemeistert, vieles müssen Sie noch meistern. Sie werden es meistern, da bin ich mir sicher. Denn Sie stellen sich hier sehr professionell darauf ein.

Diese Bundeswehr hat nie auf starre Strukturen und Prinzipien gesetzt. Sie hat sich bewusst und bedacht von vielen militärischen Traditionen abgesetzt. Sie hat mit ihrer Kultur der „inneren Führung“ Diskussion und Reflexion möglich gemacht und damit auch ihre Veränderungsfähigkeit. Diese Lernfähigkeit bei gleichzeitig fester Wertebasis ist das Fundament, auf das die Bundeswehr auch in Zukunft bauen kann.

Die Welt um uns herum verändert sich rasant. „Wir übernehmen jetzt Verantwortung für Dinge, über die wir früher nicht einmal nachgedacht hätten“, so hat es kürzlich General Carl-Hubertus von Butler ausgedrückt, bis vor kurzem Chef des Heeresführungskommandos. Vor wenigen Tagen ging durch die Presse, wie sich die Bundeswehr für den sogenannten „Cyberkrieg“ rüstet. (…)

Quelle: Rede „Mutbürger in Uniform“ von Joachim Gauck auf Spiegel-Online

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