Thema für DTV-Verbandstag: Trennung DTV – DPV 2011

Im Deutschen Tanzsportforum wurde u.a. auch dargestellt, die Trennung 2011 sei vom „abrupt“ vollzogen worden. Hier meine Meinung zu diesem Thema, die im wesentlichen auch schon im Forum geäußert worden ist: Also die Mitteilung des „abrupt beendet“ ist die Lesart des DTV und von Frank Allert.

Wie doch gerade ein Zitat aus dem -Bericht 2010 zeigen kann, war es doch schon vor 2011 zu Spannungen von / gekommen und das IDSF (jetzt WDSF) hat doch Vorgaben für Deutschland gemacht:

WDSF-Hürden der Verständigung mit WDC

Der 2007 gegründete IPDSC, also der neue Profiverband, der der IDSF sehr nahe steht, hat bislang keine wirkliche sportliche Bedeutung erlangt. Dennoch: Die Zielsetzung der Verantwortlichen in der IDSF ist klar. Eine wirkliche Verständigung mit WDC wird nicht betrieben.

Vielmehr soll die Bedeutung des IPDSC dadurch gestärkt werden, dass die IPDSC ihre Selbstständigkeit aufgibt und als „Professional Division“ Teil der IDSF wird. Die notwendigen Satzungsänderungen bei der IDSF sind vorbereitet und werden sicher beim diesjährigen General Meeting in Wien beschlossen werden. Über die Auswirkungen auf den DTV werden wir gemeinsam mit dem DPV beraten, mit dem auch bislang alle Entscheidungen und Strategien des DTV im Hinblick auf den internationalen Professional- eng abgestimmt wurden. (so Franz Allert, in: Verbandstagsheft 2010; S. 5)

WDSF verschärfte Konflikt in Deutschland

In 2011 stellte dann der WDSF Forderungen auf, die letztlich einen unselbständigen/abhängigen Profiverband des DTV oder die Integration des DPV als dieser unselbständigen/abhängige bedeutet hätten. Die Forderungen waren doch vom DPV – m.E. zumindest nicht ganz grundlos – als inakzeptabel zurückgewiesen worden. Namentlich die Gründung bzw. drohende Gründung eines Konkurrenzverbandes für entzog ja der Zusammenarbeit die Grundlage. Der DPV als Professional-Verband hat daraufhin gekündigt, als er sich vom DTV im Stich gelassen sah.

Hintergründe der Trennung des DPV vom DPV

  1. Es haben sich Tanzsportvereine zunehmend der Kunden der dem DPV nahestehenden Tanzschulen (Tanzen lernen in Tanzkreisen bis Hip-Hop) zugewendet. Dabei kämpften viele Vereine einfach um ihr Überleben – leider mit zum Teil negativen Auswirkungen und in Konkurrenz zu Tanzschulen.
  2. Der Ansatz ein „alleiniger“ Verband zu werden (WDSF), ist also insoweit auch schon in Deutschland (DTV) praktiziert worden und hat die vertrauensvolle Kooperation schon stark erschüttert. Man muss sagen: Die Rhetorik der vertrauensvollen Kooperation war zunehmend durch die Praxis – auch des DTV und seiner Vereine – ausgehöhlt.
  3. Statt Wege nach einem gemeinsamen Wachstum – neuen Märkten – pfiffigen Ideen zu suchen, wurde wohl beiderseitig auf Konkurrenzbasis gearbeitet. Dieses unproduktive Konkurrenzdenken ist immer noch in den Köpfen der Tänzer und Fuktionäre! Das viele Tänzer in „freie“ Szenen (Salsa, Discofox, Tango Argentino, Hip-Hop) abgewandert waren, wurde zu spät erkannt.
  4. Gegenkonzept wurden m.E. – so der Versuch Tango Argentino zum Turniertanz zu machen – zu unglücklichen und verunglückten Initiativen; AUCH beim DTV. Dass durch Verschäfung des Konkurrenzdenkens auszugleichen und war der falsche Weg.

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