Verbandstag – Antrag des HAS: Reformen der DTV-Satzung

Link: DTV-Verbandstagsheft 2012

Link: -Verbandstagsheft 2012

Der nachfolgende Text stellt als Auszug die m.E. wesentlichen Änderung zur des DTV gemäß HAS-Antrag dar, wie er – vollständig  im Verbandsheft, S. 150 ff (151ff) [ DOWNLOAD als PDF via LTV-Berlin.de ] – wieder gegeben ist. Besondere Erwähnung verdient, dass

  1. der DTV nun per Satzung ein Mitglied des WDSF werden soll,
  2. die Neuregelung der automatischen Vollmachtsübertragung und
  3. der neu einzuführende Länderrat, dessen Konzeption gleich mehrfach Fragen aufwirft – nicht nur, aber auch wegen des „versteckten Textes“.

Vorschläge zu Satzungs-Reformen des DTV – Sicht des HAS

„§ 1 (3) Sitz des DTV und Gerichtsstand für alle Mitgliedschaftsverhältnis betreffenden Streitigkeiten zwischen dem DTV und seinen Mitgliedern, auch nach deren Ausscheiden aus dem DTV, ist Frankfurt am Main.

§ 3
(1) Der DTV ist der Spitzenverband für den Tanzsport in Deutschland und gehört in dieser Eigenschaft als Mitglied dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie der World DanceSport Federation (WDSF) an. (…)


(6) Der DTV verurteilt jegliche Form von Gewalt, unabhängig davon ob sie körperlicher, seelischer oder sexualisierter Art ist.

§ 4 (3) Durch Vereinbarung des Präsidiums mit Fachverbänden mit besonderer Aufgabenstellung oder mit Mitgliedern gemäß § 6 Absatz 8 kann bestimmt werden, dass diese die Sporthoheit mit den unter Absatz 2 aufgeführten Aufgaben und die Sportgerichtsbarkeit für bestimmte Tanzsportarten eigenständig ausüben.
Die Vereinbarung bedarf der Zustimmung durch den Verbandsrat.

§ 5 (1) NEU
7. Ordnung für die DTV-Professional Division (DTV PD)

§ 11
(1)
2. Verbandsrat
3. Länderrat (…)
(2) [NEU] Der DTV kann auf Beschluss des Verbandstages Abteilungen einrichten, die eigenverantwortlich handeln und die dem Verbandsrat gegenüber rechenschaftspflichtig
sind. Die Struktur einer Abteilung wird in einer eigenen Ordnung geregelt, die der Satzung und den Ordnungen des DTV nicht widersprechen darf.

§ 13
(7) Im haben grundsätzlich Sitz und Stimme:
1. Landestanzsportverbände …
1.1 … für je angefangene 500 Einzelmitglieder, soweit diese nicht einem Fachverband mit besonderer Aufgabenstellung zugeordnet sind, eine Stimme.
1.2 … für je angefangene 50 Einzelmitglieder, die gemäß Absatz 10 Ziffer 4 automatisch zugeordnet werden, eine Stimme,
2. Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung

2.1 … für je angefangene 500 Einzelmitglieder eine Stimme.
2.2 … für je angefangene 50 Einzelmitglieder eines Landestanzsportverbandes, die gemäß Absatz 10 Ziffer 4 automatisch zugeordnet werden, eine Stimme
(10)
2. Ein ordentliches oder außerordentliches Mitglied eines Landestanzsportverbandes kann sein Stimmrecht …
2.1 … selbst und in Vertretung für bis zu zehn weitere ordentliche und außerordentliche
Mitglieder wahrnehmen.
2.2 … durch Vollmacht auf ein anderes ordentliches Mitglied eines Landestanzsportverbandes übertragen.
3. Ein ordentliches oder außerordentliches Mitglied eines Landestanzsportverbandes kann der DTVGeschäftsstelle gegenüber
– bis 5 Tage vor Beginn eines Verbandstages durch schriftliche Mitteilung (Fax, Brief) oder
– bis zur Eröffnung eines Verbandstages durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht beim Tagungsbüro bekunden, wie es sein Stimmrecht gemäß Ziffer 2 wahrnehmen will.
4. Bekundet ein ordentliches Mitglied eines Landestanzsportverbandes entgegen Ziffer 3 nicht, wie sein Stimmrecht nach Ziffer 2 wahrgenommen werden soll, so wird die Zahl seiner Einzelmitglieder gemäß Mitgliedermeldung an den DTV automatisch wie
folgt übertragen:
4.1 Auf diejenigen Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung, für die Mitglieder gemeldet wurden.
4.2 Die verbleibenden Mitglieder auf seinen Landestanzsportverband
5. Der automatischen Übertragung gemäß Ziffer 4. kann das ordentliche Mitglied bis 5 Tage vor Beginn des Verbandstages durch schriftliche Mitteilung (Fax, Brief) an die DTVGeschäftsstelle widersprechen. Damit entfallen die Stimmen ersatzlos.

§ 16 Der Länderrat
(1) Der Länderrat besteht aus
1. den Mitgliedern des Präsidiums,
2. den Präsidenten / Vorsitzenden der Landestanzsportverbände oder deren Vertretern,
3. dem Präsidenten des Verbandes der Ausbilder, Trainer und Übungsleiter oder dessen Vertreter,
4. dem Direktor der DTV PD oder dessen Vertreter.
(2) Dem Länderrat obliegen – soweit nicht der Verbandsrat seine Zuständigkeit reklamiert
– insbesondere folgende Aufgaben:
1. Unterstützung des Präsidiums bei der Geschäftsführung in Bezug auf die Turnier- und Wettbewerbsarten gemäß TSO (§ 5 Absatz 1 Ziffer 5),
2. Koordinierung der Aufgaben des DTV mit den Aufgaben der Landestanzsportverbände,
3. Mitwirkung und Entscheidung bei Änderungen der TSO,
(3) Der Länderrat tagt mindestens zweimal im Jahr. Er wird durch das Präsidium spätestens vier Wochen vor dem Sitzungstermin schriftlich einberufen. Der Länderrat muss einberufen werden, wenn mindestens drei Landestanzsportverbände / Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung (Anm: Text im PDF und aus diesem kopiert, aber weißer Text auf weißem Grund!?) die Einberufung schriftlich verlangen.
Über jede Einberufung ist auch der Verbandsrat zu informieren.
(4) Der Präsident oder sein Vertreter leitet die Länderrats-Sitzungen.
(5) Jeder ordnungsgemäß einberufene Länderrat ist beschlussfähig. Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Jedes Mitglied des Länderrates hat dabei eine Stimme. Für die Feststellung der Stimmenmehrheit ist das Verhältnis der abgegebenen Ja- zu den Nein-Stimmen maßgebend.
Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Sitzungsleiters.
(6) Über jede Sitzung des Länderrates ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Sitzungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen und innerhalb eines Monats den Mitgliedern des Länderrates und dem Verbandsrat zuzusenden ist.

§ 17
(3) Vorstand im Sinne des § 26 des BGB und geschäftsführendes Präsidium sind
1. der Präsident
2. der Vizepräsident für Finanzen
3. der Vizepräsident für Verbandsentwicklung
und Marketing
4. der Vizepräsident für Leistungssport
5. der Vizepräsident für Sportentwicklung
(9) Der Vertreter der Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung und der Mitglieder gemäß § 6 Absatz 8 wird vom Verbandstag, abweichend von § 13 Absatz 7, gewählt. Dabei haben Sitz und Stimme:
1. Fachverbände mit besonderer Aufgabenstellung

1.1 … für je angefangene 500 Einzelmitglieder eine Stimme.
1.2 … für je angefangene 50 Einzelmitglieder eines Landestanzsportverbandes, die gemäß § 13 Absatz 10 Ziffer 4 und 4.1 automatisch zugeordnet werden, eine Stimme,
2. ordentliche Mitglieder von Landestanzsportverbänden für je angefangene 50 Einzelmitglieder, die als Mitglieder in einem Fachverband mit besonderer Aufgabenstellung gemeldet wurden, eine Stimme,
3. Mitglieder gemäß § 6 Absatz 8 je eine Stimme.
Absatz 7 gilt entsprechend.
(10) Der Geschäftsführer wird vom Präsidium ausgewählt und durch den Vorstand gem. Absatz 4 und 5 angestellt. Er ist besonderer Vertreter gemäß § 30 BGB

V. Abschnitt: Übergangsregelungen
§ 22 Übergangsregelungen
(1) Die Regelungen in § 17 Absatz 1, 4 und 9 treten erst mit der nächsten Neuwahl des Präsidiums gemäß § 17 Absatz 7 in Kraft.
(2) Die Regelungen in § 13 Absatz 7 und 10 treten erst mit dem nächsten ordentlichen Verbandstag in Kraft.“

Quelle: Zusammenstellung nach DTV Verbandsheft, Auslassungen und Hervorhebungen wurden durch mich entfernt bzw. bei dem entdeckten Text hinzugefügt.

5 Kommentare zu „Verbandstag – Antrag des HAS: Reformen der DTV-Satzung“

  • HAS-Antrag: DTV soll WDSF-Mitglied werden und Recht zur Mitwirkung…

    Schon vor geraumer Zeit habe ich den HAS-Antrag für den Verbandstag des DTV hier dargestellt. Mit in diesem Text die Satzungsänderung in § 3 Abs. 1 , dass der DTV auch Mitglied des WDSF werden soll. Eine inhaltliche Begründung, warum dies erforderlich …

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